Paula

Paula
geboren am 11. Februar 1995
gestorben am 28. August 2006
Für unser geliebtes PAULA-BÄRCHEN
Wenn sich eine Tür Richtung Glück schließt,öffnet sich eine andere.
Aber wir bleiben stehen und starren die geschlossene Tür so lange an,
dass wir die für uns bereits geöffnete Tür nicht bemerken.
Paula wurde am 11.02.1995 in Dinkelsbühl geboren.
Ich weiß noch als wir dich am Karfreitag nach Hause holten.
Deine großen tabsigen Füße traten erst mal Opa`s Osterglocken platt. War das eine Aufregung.Schnell hattest du dich bei uns eingelebt. Sina, unsere Tochter damals 3,5 Jahre alt, und du wurden unzertrennliche Freunde.
Wir wohnten damals in der Nähe eines Bauernhof. Da du nie eine Leine kanntest und du immer auf unserem großen Gelände frei rum laufen durftest, trabtest du eines schönen Tages in aller Seelenruhe auf den Bauernhof. Zuerst habe ich mir keine Gedanken gemacht, ich dachte du spielst mit den anderen Hunden. Aber einmal kamst du zurück und hast kaum noch gehen können, so dick und FETT hattest du dich gefuttert. Ich bin dann mal hoch und habe Tante Ilse gefragt was du morgens eigentlich hier so machst ? Sie lachte und sagte: sie steht im Stall und frühstückt mit den Schweinen. Oh Mann jetzt wußten wir warum du immer dicker wurdest. Es gab kein Halten, du nutztest jede Gelegenheit um auszureißen und immer fanden wir dich bei deinen geliebten Schweinen.
Aber nicht nur das Schweinefutter hat dir geschmeckt, nein du kanntest auch jeden Katzennapf im Dorf. Und ehe wir uns umgedreht hatten war der Napf leer. Ja unser Paula-Hund war im ganzen Dorf bekannt. Ich glaube wenn wir 1997 nicht umgezogen wären, dann wärst du irgendwann geplatzt. Aber der Grundstein zum verfressenen Hund war gelegt. Es dauerte nicht lange da hattest du dir eine andere Futterquelle gesucht. Unsere Nachbarin Irmgard verliebte sich gleich in dich und was tat sie ? Natürlich sie fütterte dich. Und so wurde es zu deinem morgentlichen Ritual, aus der Haustür raus und erst mal bellen, daß Irmgard wußte du bist da. Dann dauerte es nicht lange und das Fenster ging auf und sie schmiß ein paar Butterbrote raus. Ich weiß nicht wie oft ich ihr gesagt habe sie soll dich nicht immer füttern aber sie ist eine alte Frau von 80 Jahren, sie hat es immer wieder getan mit der Begründung: Es war doch nur ein Stückchen Brot !!
Als 1996 unser Kleiner auf die Welt kam wurdest du gleichzeitig scheinschwanger. War das süß ! Immer wenn ich mit dem Baby kam holtest du dein Teddybärchen. Es war als ob du die Mama gewesen wärst. Auch ihr zwei hattet bis zu deinem Tod eine innige Verbindung.
Von 1998-2001 hatten wir wohl die schlimmste Zeit unseres Lebens, ich danke dir für deine bedingungslose Liebe zu jeder Zeit !! Egal um welche Uhrzeit wir konnten immer zu dir krabbeln und uns etwas Trost und Geborgenheit holen. Oder ich konnte einfach über die Wiesen mit dir laufen um wenigstens für ein paar Stunden unser jetziges Leben zu vergessen.
Im Nov. 2001 war dann diese furchtbar dunkle Zeit unseres Lebens vorbei. Dann kamen die Mayers in unsere Familie. Burkhard hatte niemals vorher ein Tier aber du hast dich ganz schnell in sein und den Mädels ihre Herzen geschlichen.
2003 hattest du ein Geschwür am Oberkiefer, der Arzt stellte die Diagnose Oberkieferkrebs. Aber der Familienrat entschied keine OP, was sich im Nachhinein als die richtige Entscheidung erwies. Das Geschwür ging so wie es kam wieder weg. Und du konntest tatsächlich noch weitere 3.5 Jahre dein überalles geliebtes FRESSEN genießen.
Im Feb. 2006 bekamst du eine Gelbsucht, die du aber tapfer überstanden hast. Wieder dachten wir du stirbst aber du warst so stark mein MÄDCHEN ! Kaum ging es dir wieder besser bettelst du wieder am Tisch was das Zeug hält. Natürlich gaben wir dir alles was du wolltest, denn laut Ärzte solltest du ja schon 2 mal tot sein.
Vor einpaar Wochen dann wurdest du immer langsamer und man merkte das dir das Leben immer schwerer fällt. Du bist so stur wie ein Esel geworden, bist einfach mitten auf der Straße stehen geblieben und keinen Meter weiter gegangen. Du wolltest nur noch im Hof liegen und hast gehofft das Irmgard gleich ein Stück Brot raus wirft.
Am Sonntag den 27.08.06 hast du noch alles gefressen, wir zwei sind auch noch eine schöne Runde durchs Dorf gegangen. ES WAR UNSERE LETZTE RUNDE mein MÄDCHEN.
Am Mo.28.08.06 bist du um 6.30 wie immer raus aber du hast nicht nach Irmgard gerufen und du kamst auch nicht mehr rein zum fressen. Alles ging dann so schnell. Ich wollte arbeiten gehen und als ich um 7.30 raus kam sah ich sofort das du uns jetzt für immer verlässt. Ich rief sofort die Ärztin aber sie konnte nichts mehr für dich tun - innere Blutungen- Um 8.05 Uhr bist du dann über die Regenbogenbrücke gegangen.
Wir werden unser "verfressenes Mädchen"nie vergessen !
Und wir trösten uns daß es im Regenbogenland genug zu Fressen für dich gibt.
DANKE FÜR 11.5 JAHRE
Dein Menschenrudel




